IT-Lodge 2017

27.07.2017
30 Jahre SHE: Blick zurück – und nach vorn [Video]


Ok, 30 Jahre SHE sind „schon mal ein guter Anfang“, wie es auf der Website zur IT-Lodge des Unternehmens heißt, die in diesem Jahr natürlich unter dem Jubiläumsmotto steht.

Aber 30 Jahre SHE-Geschichte sind auch ein Weg durch die IT-Historie, in deren Verlauf weltweit Märkte entwickelt, Industrien geformt und gesellschaftliche Normen verändert wurden.

Und es geht mit zunehmendem Tempo weiter: Heute erleben wir mit der Digitalisierung einen Umbruch, der noch am Anfang steht, aber bereits jetzt Branchen und Unternehmensprozesse sprunghaft verändert hat.

SHE ist zusammen mit seinen Kunden Teil dieser Entwicklung.

Die Uni war der Anfang

Ulrich Engelhardt wird sich das Mitte der 80er Jahre nicht unbedingt vorgestellt haben, als er sein Studium in Heidelberg durch Programmierarbeiten finanzierte. Diese beanspruchten schnell immer mehr Zeit; als der Mathematiker 1987 sein Diplom erhielt, hatte er zwar noch eine akademische Karriere im Blick und trat auch einen Lehrauftrag an der Uni Mannheim an. Gleichzeitig war das jedoch der Start von SHE, so der Gründer und heutige Inhaber in der Rückschau. Marketing und Sales schenkte man sich damals noch; Referenzen reichten.

Engelhardt: „Wir waren präsent, haben zugehört und verstanden, was unsere Kunden an Software brauchten und was ihnen nützte.“

Nach zwölf Jahren 100 Leute an Bord

1989/90 waren die Gründung einer GmbH und der Umzug ins Ludwigshafener Technologiezentrum die logische Folge. Nun wurden professionelle Strukturen geschaffen, die für nachhaltiges Wachstum sorgten. Als SHE zur Jahrtausendwende mit der Firma Megatools fusionierte und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, waren schon mehr als 100 Mitarbeiter an Bord.

Anfang der 2000er wurden die Zeiten dann zwischenzeitlich einigermaßen „verrückt“, erinnert sich Engelhardt: Visionen und Phantasien dominierten über realistische Planungen und gaben Luft für die Dotcom-Blase. Von deren Platzen blieb auch SHE nicht ganz verschont: Das folgende Geschäftsjahr brachte Verluste, räumt der Gründer ein. Man war aber schnell wieder in stabilen Bahnen und ist seitdem profitabel.

Wo steht SHE heute?

Damit das auch so bleibt, hat der SHE-Eigentümer immer großen Wert darauf gelegt, dass die Firma unabhängig von seiner Person geführt wird. Die Existenz von mittlerweile fast 150 Mitarbeitern soll nicht am Schicksal einer Person hängen. Heute ist SHE mit einem professionellen Management gut für Zukunft gerüstet, so Engelhardt: Als Aufsichtsrat im Hintergrund könne er seine „Altersweisheit“ und Erfahrung einbringen, während Vorstand Carsten Stockmann, jünger an Lebensalter und „voll im Saft“, SHE in den nächsten zehn bis 20 Jahren entwickeln und vorantreiben könne.

Was SHE besonders macht

Unter den mittelständischen Software- und Systemhäusern ragt die SHE Informationstechnologie AG heraus, betont Ulrich Engelhardt – und macht klar, warum: Das Unternehmen verfügt über Führungskräfte, die die IT-Branche sowohl von der Anbieter- als auch von der Kundenseite kennen, im Mittelstand wie in der Konzernwelt. Carsten Stockmann kommt aus der Finanzbranche; er war CIO und Vorstandsmitglied der seinerzeit im DAX notierten MLP AG, später Direktor der Mayflower AG. Der Gründer selbst hatte 2003 im Karstadt-Quelle-Konzern die Geschäftsführung der IT-Tochter Itellium übernommen und sammelte danach als Europachef von Atos Origin Erfahrung mit Global-Delivery-Modellen.

Rat des Gründers: mutig sein!

In den Jahren nach dem Millenium, als viele große Konzerne ihre IT – mit durchwachsenem Erfolg - als Tochterfirmen am Drittmarkt platzierten, arbeiteten CIOs unter Kostendruck und Restrukturierungszwängen. Damals wurde Engelhardt klar, wie wichtig die Fähigkeit ist, „sich dem Wandel zu stellen und eine Firma umbauen zu können, wenn es darauf ankommt“.

Und Geschäftsmodelle anzupassen, das gehe nur mit digitaler Unterstützung. „Hier hat sich SHE als Enabler positioniert.“ Der Appell des SHE-Gründers an die Corporate-Welt: investieren, um den Anschluss nicht zu verpassen!

Und wie geht es weiter?

Mit Blick auf die nächsten Jahre setzt der Eigentümer weiter auf organisches Wachstum; zehn bis 20 Prozent seien realistisch. „Aktivitäten im Bereich Mergers and Acquisitions“ seien nicht geplant.

Wohl aber werde SHE in die Fläche gehen und weitere Standorte aufbauen, auch international. Denn das Ziel, nahe bei den Kunden zu sein, ist nach Überzeugung von Ulrich Engelhardt heute noch genauso wichtig wie bei der Gründung der Firma vor 30 Jahren.

Gründer Uli Engelhardt: 30 Jahre SHE - und wie es weitergeht

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