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IT-Lodge 2018 Keynote: Von „agil“ zu „Agile“ – Softwareentwicklung im Wandel der Zeit

News vom: 27.08.2018

Im Investmentbanking haben IT und Fachbereiche immer schon eng zusammengearbeitet. Als Holger Wegmann vor rund 20 Jahren bei Dresdner Kleinwort Benson arbeitete, saßen die Softwareentwickler mit den Händlern bereits auf einem gemeinsamen Flur und setzten deren Anforderungen um. Schnell und flexibel – agil, konnte man auch damals schon sagen. Heute ist Holger Wegmann CIO im Bereich Investmentbanking der Deutschen Bank. Und aus dem gelegentlich verwendeten Eigenschaftswort „agil“ ist die Methodenwelt des „Agile“ geworden, in der englischen Aussprache.

In seiner Keynote auf der IT-Lodge wird Holger Wegmann erläutern, was die heutige von der damaligen agilen Arbeitsweise unterscheidet und wie die Entwicklung verlaufen ist.

Schon damals wollte man sich natürlich schnell auf neue Anforderungen einstellen – aber alles im Rahmen existierender Organisationsstrukturen. Zu Beginn seiner Zeit bei der Deutschen Bank wurde Software streng nach dem Wasserfall-Modell entwickelt und es gab in der Bank-IT dedizierte Teams mit klar getrennten Zuständigkeiten: Entwicklung, Produktion, Testen oder Betrieb.

Jetzt ist man unterwegs zu einer viel stärker integrierten Arbeitsweise. Software wird dabei im Rahmen des „Agile“-Modells entwickelt, mit festgelegten Tools und einem Framework für den gesamten Software-Lebenszyklus. Der Effekt: Man kann Software relativ schnell in Produktion bringen, auch durch die Unterstützung technischer Möglichkeiten wie Production as a Service.

Agile wird eine Organisation jedoch nicht auf Knopfdruck. Die kulturelle Veränderung, die das erfordert, kann sich über Jahre hinziehen, sagt Holger Wegmann. „Man braucht Leuchtturmprojekte, die in die Business-Bereiche hineinwirken, um die Leute dort abzuholen.“ Denn ohne die Business-Bereiche, betont der CIO, gehe in der agilen Software-Entwicklung nichts. Das erfordere ein intensives und konsequentes Change Management: „Es gilt sicherzustellen, dass alle ein gemeinsames Verständnis von agilem Arbeiten haben.“

Holger Wegmann schildert bei der IT Lodge den Weg, den die Deutsche Bank im Bereich Corporate & Investment Banking eingeschlagen hat und berichtet, wie weit sie dabei schon gekommen ist. Die Zuhörer erhalten Anregungen, wie sie ihre Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen, neue Leute für die Agile-Arbeitsweise gewinnen und eine Balance zwischen Erfahrung und jungem Talent herstellen können. Und nicht zuletzt geht es um die Frage, mit welchen Metriken sich messen lässt, welche Erfolge die Entwicklung zu „Agile“ mit sich bringt.

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